Verdunstung


Verdunstung

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Ver|dụns|tung 〈f. 20; unz.〉 das Verdunsten

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Ver|dụns|tung, die; -, -en:
das Verdunsten.

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Verdunstung,
 
die bei Temperaturen unterhalb des Siedepunkts stattfindende Art der Verdampfung, die nur von der Oberfläche einer Flüssigkeit aus erfolgt. Die hierzu aufzubringende Energie wird der Umgebung entzogen, was mit deren Abkühlung verbunden ist. Diese Verdunstungskälte tritt z. B. beim Schwitzen auf und lässt sich auch technisch zu Kühlzwecken vielfältig ausnutzen (z. B. Kühlturm). Die Intensität der Verdunstung hängt vom Sättigungsdefizit der Dampfphase sowie von Druck, Temperatur und Wärmeaustausch mit der Umgebung ab, bei benetzten festen Flächen auch von deren Form und Rauigkeit.
 
Die große Bedeutung der Verdunstung für den Wasserkreislauf und den Wärmehaushalt der Erde liegt darin, dass die im Wasserdampf latent enthaltene Wärme (Umwandlungsenthalpie) bei dessen Kondensation wieder der Atmosphäre zugeführt wird (Zirkulation der Atmosphäre). Eine von der verfügbaren Wassermenge, dem Sättigungsdefizit der Luft und deren Temperatur, dem Luftdruck und der Luftbewegung abhängige Verdunstung findet sowohl von Wasserflächen als auch von festem Erdboden mit seiner Pflanzendecke aus statt (Evaporation, Transpiration, Evapotranspiration). Auch Schnee und Eis verdunsten, wenn die Temperatur über dem Taupunkt der Luft liegt. - Als Verdunstungsgröße bezeichnet man die in Millimeter Wasserhöhe angegebene Differenz zwischen der durch Niederschlag einem Gebiet zugeführten Wassermenge und der Abflussmenge dieses Gebietes.
 

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Ver|dụns|tung, die; -: das Verdunsten.

Universal-Lexikon. 2012.

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